Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit
Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit ist ein bisher wenig thematisiertes Problem. NGOs wollen die Korruption zwar bekämpfen, jedoch das Thema aus Angst vor einem eventuellen Spendenrückgang nicht allzu öffentlich debattieren. In der Öffentlichkeit wird tatsächlich oft vermutet, und dies nicht ohne Grund, dass ein Teil der Entwicklungshilfe in korrupte Taschen verschwindet. Geeignete Instrumente um die Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit zu bekämpfen sind erforderlich. Für ihre korrekte und effektive Anwendung ist eine exakte Analyse der verschiedenen Ursachen und Risikobereichen von Korruption unabdingbar.
- Korruption innerhalb einer Organisation (wenn sich Mitarbeiter in den Empfängerländern bestechen lassen oder Spenden zweckentfremdet werden).
- Korruption in der Gesellschaft des Entwicklungslandes (wenn Projektverantwortliche in Entwicklungsländern mit Korruption konfrontiert werden, sei es mit Gelegenheitskorruption durch Polizisten oder mit grossen Bestechungszahlungen im öffentlichen oder privaten Sektor).
Seit 2006 führt TI Schweiz dazu Round Tables für Schweizer NGOs durch. In kleinem Rahmen werden Probleme analysiert, Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Lösungsansätze vorgestellt.