Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit
Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit ist ein bisher wenig thematisiertes Problem. NGOs wollen die Korruption zwar bekämpfen, jedoch das Thema aus Angst vor einem eventuellen Spendenrückgang nicht allzu öffentlich debattieren. In der Öffentlichkeit wird tatsächlich oft vermutet, und dies nicht ohne Grund, dass ein Teil der Entwicklungshilfe in korrupte Taschen verschwindet. Geeignete Instrumente um die Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit zu bekämpfen sind erforderlich. Für ihre korrekte und effektive Anwendung ist eine exakte Analyse der verschiedenen Ursachen und Risikobereichen von Korruption unabdingbar.
- Korruption innerhalb einer Organisation (wenn sich Mitarbeiter in den Empfängerländern bestechen lassen oder Spenden zweckentfremdet werden).
- Korruption in der Gesellschaft des Entwicklungslandes (wenn Projektverantwortliche in Entwicklungsländern mit Korruption konfrontiert werden, sei es mit Gelegenheitskorruption durch Polizisten oder mit grossen Bestechungszahlungen im öffentlichen oder privaten Sektor).
Um NGOs bei der Entwicklung solcher Instrumente zu unterstützen, hat TI Schweiz 2010 einen Ratgeber für Nichtregierungsorganisationen und eine Checkliste zur Selbstevaluation herausgegeben. Die Publikationen geben eine Hilfestellung bei der Entwicklung eines angemessenen Anti-Korruptionsprogramms und ermöglichen es kritische Bereiche zu indentifizieren. Beide Publikationen sind auch in Französisch und Englisch erhältlich:
Checkliste (französisch / englisch)
Ratgeber (französisch / englisch)
