Newsletter September 2010

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Wir freuen uns Ihnen unsere September-Ausgabe des Newsletters zu präsentieren.

Viel Lesevergnügen wünscht Transparency International Schweiz!

 

Schweiz / Suisse

 

Konformitätsbericht Greco

 

Der Anfang Juni veröffentlichte Konformitätsbericht der GRECO über die Bemühungen der Schweiz zur Korruptionsbekämpfung fällt positiv aus. Die Schweiz hat in den letzten Jahren in diesem Bereich Fortschritte gemacht. Zum Teil sind die Empfehlungen der GRECO sehr vage formuliert, so dass ihr Lob die Schweiz nicht dazu verleiten sollte, die Hände in den Schoss zu legen.

 

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„Die Offenlegung ist auf grosse Resonanz gestossen“

 

Im Mai sorgten die Jungfreisinnigen Kanton Bern landesweit für Aufsehen, als sie ankündigten, ihre Parteifinanzen offenzulegen. Mit diesem Schritt hat die Jungpartei neuen Wind in die Diskussion über mehr Transparenz in der Politikfinanzierung gebracht. Im Interview mit TI Schweiz spricht Präsident Patrick Minder über die Notwendigkeit von Transparenz für die Entscheidungsfindung, Vorurteile gegenüber dem Freisinn und die Verantwortung der Parteien.

 

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International

 

Konferenz über die Rückführung von Potentatengeldern

 

Jedes Jahr landen schätzungsweise 20 bis 40 Milliarden Dollar unrechtmässig erworbener Vermögen aus Entwicklungsländern auf ausländischen Konten. Zusammen mit der Weltbank lud die Schweiz am 8. und 9. Juni zu einer Konferenz über die Rückführung dieser so genannten Potentatengelder in Paris. Die Konferenz stellte eine Gelegenheit für die Eidgenossenschaft dar, auf ihre Erfolge im Umgang mit gestohlenen Vermögen zu verweisen. Allerdings kritisierten Schweizer Entwicklungsorganisationen den Anlass als einseitig.

 

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Neuer Bericht von TI über die Umsetzung der OECD-Konvention

 

Ende Juli veröffentlichte Transparency International den jährlichen Bericht über die Umsetzung der OECD-Konvention gegen die Bestechung ausländischer Amtsträger. Dieser attestierte verschiedenen Ländern Fortschritte bei der Umsetzung des Verbots von Bestechung ausländischer Amtsträger. Die bei der Umsetzung aktiven Staaten, unter ihnen die Schweiz, sind für mehr als die Hälfte der weltweiten Exporte verantwortlich. Gleichzeitig haben zwanzig Staaten wenig bis nichts unternommen.

 

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ACFE-Bericht über Betrugsfälle weltweit

 

Im Juni publizierte die Association of Certied Fraud Examiners (ACFE) ihren “Report to the Nations on Occupational Fraud and Abuse”. Der Bericht, der auf der Analyse von fast 2000 Fällen basiert, offeriert interessante Einblicke in die Methoden und Ursachen von Wirtschaftsbetrug. Zudem untersucht er die Wirksamkeit von Massnahmen zur Betrugsbekämpfung, wobei er Hotlines für Whistleblower ein besonders gutes Zeugnis ausstellt.

 

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Erstes Treffen der UNCAC Implementation Review Group

 

Im November 2009 hatten die Vertragsstaaten der UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) einen Überprüfungsmechanismus verabschiedet. Teil der Überprüfung ist die Arbeit einer Implementation Review Group (IRG), welche die Umsetzung in den einzelnen Staaten zu überwachen hat. Vom 28. Juni bis 2. Juli 2010 traf sich die Gruppe in Wien, um die ersten 30 Staaten, die überprüft werden, auszuwählen. Die Schweiz war ursprünglich für die Überprüfung in dieser ersten Phase vorgesehen gewesen, wird nun allerdings erst im kommenden Jahr an die Reihe kommen.

 

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Transparency International Ungarn – Das ungarische Chapter von TI stellt sich vor

 

In Ungarn engagiert sich das lokale Chapter von TI seit 2006 gegen Korruption. Schwerpunkte der Organisation sind der Privatsektor, der Schutz von Whistleblowern und die Parteienfinanzierung. TI Ungarn hat sich bereit erklärt, sich den Leserinnen und Lesern unseres Newsletters vorzustellen und über ihre Tätigkeit zu berichten. (In Englisch.)

 

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Transparency International Hongrie – La section hongroise de TI se présente

 

En Hongrie, la section nationale de TI lutte contre la corruption depuis 2006. Elle s'occupe de sujets comme la corruption dans le secteur privé, la protection des déclencheurs d'alerte ou le financement des partis politiques. TI Hongrie a accepté de se présenter à nos lecteurs. (En anglais.)

 

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Transparency International Schweiz / Suisse

 

Korruption in China – ein Risiko für Schweizer KMU?

 

Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Schweiz-China lädt TI Schweiz am 30. September Vertreter von Schweizer KMU zu einer Tagung in Zürich ein. Ausgewiesene Experten gehen in ihren Vorträgen darauf ein, in welchen Bereichen die Korruptionsrisiken in China besonders hoch sind. In Workshops erarbeiten die Teilnehmer anschliessend Lösungen, wie sie sich gegen Korruption schützen können.

 

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Vorschau: Veranstaltungen in den kommenden Monaten

 

Nach den KMU lädt TI Schweiz am 25. Oktober die Nichtregierungs-Organisationen zu einer Veranstaltung ein. Am 4. Roundtable mit Entwicklungs-NGOs stehen Referate von Experten, Diskussionen über Korruptionsrisiken in der Entwicklungszusammenarbeit sowie Workshops auf dem Programm. Mehr über die Arbeit von TI Schweiz zu Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit erfahren Sie hier.

Im Rahmen des UNO Anti-Korruptionstages organisiert TI Schweiz drei öffentliche Veranstaltungen: am 25. November in Basel, am 2. Dezember in Zürich und am 9. Dezember in Bern. An den Veranstaltungen sprechen jeweils Vertreter verschiedener Fachrichtungen und Gesellschaftsbereiche zu einem bestimmten Thema im Zusammenhang mit Korruption und Korruptionsbekämpfung. Über das genaue Programm werden wir Sie in Kürze informieren.

 


 

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Publikationen / Publications

Ratgeber für Sportverbände

 

Genau wie andere Bereiche der Gesellschaft ist auch der Sport gegen Korruption nicht immun. Spielmanipulationen, Bestechungszahlungen oder Geldwäscherei untergraben den Fairnessgedanken und schaden dem Ruf des Sports. Trotz dieser Gefahren haben sich viele Sportverbände noch kaum mit der Problematik befasst. Ein Ratgeber, den TI Schweiz im Auftrag von Swiss Olympic verfasst hat, geht auf die spezifischen Korruptionsrisiken im Sport ein und zeigt Möglichkeiten auf, wie Verbände sich schützen können.

 

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Guide pratique à l’usage des fédérations sportives

 

Comme c’est aussi le cas dans tous les autres domaines de la société ou du monde des affaires, le sport n’est pas immun contre la corruption. Pourtant beaucoup de fédérations sportives ne se sont pas vraiment occupées du problème. Sur mandat de Swiss Olympic TI Suisse a écrit un guide pratique qui montre aux fédérations sportives les risques de la corruption et les aide à les diminuer.

 

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Rezension: „Die ,automatische‘ Korruption“

 

Das kürzlich erschienene Buch von Ilan Fellmann bietet eine umfassende Übersicht über verschiedene Bereiche der Korruptionsprävention in Unternehmungen und in der Verwaltung. Als ehemaliger Interner Revisor kann der Autor viel praktische Erfahrung zum Thema Korruption und Korruptionsbekämpfung vorweisen. Diese kommt auch in seinem Werk zum Ausdruck, das zwar vor allem die Situation in Österreich und Deutschland behandelt, aber auch für Verantwortungsträger und Interessierte in der Schweiz ein hilfreiches Handbuch zur Korruptionsprävention darstellt.

 

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Aus der Tagespresse / Revue de Presse

Wie man sich die Staatsanwaltschaft ins Haus holt

 

In einem vielbeachteten Interview gab der deutsche Rohrbauunternehmer Eginhard Vietz im Handelsblatt freimütig zu, schon mehrfach Schmiergelder gezahlt zu haben, um im Ausland an Aufträge zu kommen. Detailliert beschrieb er seine Erfahrungen: „Da kommt dann eine Rechnung, auf der steht: Vermittlungsprovision. Und dann ist da ein Konto in der Schweiz angegeben, und dahin wird das Geld überwiesen.“ Den Kampf gegen Korruption bezeichnete er als „reine Heuchelei“. Peter von Blomberg, stellvertretender Vorsitzender von TI Deutschland, verurteilte die Aussagen in einer Replik scharf. Von offizieller Seite gab es allerdings keine Kritik an Vietz, dessen Beziehungsnetz bis in die höchsten Regierungskreise reicht.

Die offenen Worte hatten dennoch Folgen für den Unternehmer: Zehn Tage nach der Veröffentlichung des Interviews bekamen er und seine Firma Besuch von der Staatsanwaltschaft Hannover – wegen Verdacht auf Bestechung. Die Beamten beschlagnahmten Akten und Computer. Nun drohen dem unfreiwilligen Whistleblower Vietz bis zu fünf Jahre Haft pro Bestechungsfall.

 


 

Les révélateurs de fraudes diversement récompensés

 

Les Etats-Unis vont augmenter la rémunération des whistle blowers. Où en est-on en Suisse sur ce dossier? "Le monde politique a certainement d'autres priorités. De plus, la Suisse favorise plutôt la fidélité du collaborateur vis-à-vis de l'employeur", dit Jean-Pierre Mean, président de TI Suisse.

 

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Mit freundlichen Grüssen / Avec nos meilleures salutations

Transparency International Schweiz / Suisse

 

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